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25 Jahre ALUCA

Aus der Flaschnerei in die weite Welt

»Qualitätskontrolle«: ALUCA-Gründer Friedrich Beißwenger steht von Anfang an auf Aluminium – im wahrsten Sinne des Wortes.

Wer Ordnung hält, ist nur zu faul zum Suchen: Dass dieses Sprichwort quatsch ist, beweist ALUCA seit 25 Jahren. In dieser Zeit haben wir erst in Schwäbisch Hall, dann in unserem neuen Werk im benachbarten Rosengarten über 65.000 Fahrzeuge mit hochwertigen Ordnungssystemen ausgestattet – vom klassischen Handwerker-Kastenwagen bis hin zum ehemaligen Linienbus, der jetzt als mobile Feuerwehr-Leitstelle eine zweite Karriere macht, inklusive eigener Stromversorgung, Langeraum, Funkzentrale und Telefonanlage.

Das Unternehmen wächst schnell, schon im Jahr 2000 muss eine ganz neue Produktionshalle her.

1993: Startschuss in der Flaschnerei

Ende 1993 gründet Friedrich Beißwenger in Schwäbisch Hall das Unternehmen in einer ehemaligen Flaschnerei. Mit einer Handvoll Mitarbeiter plant und produziert er die ersten passgenauen Fahrzeugeinrichtungen, in denen alle Werkzeuge und Materialien ihren festen Platz haben. Von Anfang an setzt die Truppe ausschließlich auf Aluminium als Werkstoff, denn dieses Metall ist schön leicht und spart dadurch Sprit – und beim Thema Sparen werden die schwäbischen Kunden schlagartig hellhörig.

In der Anfangszeit sind es vor allem Betriebe aus der Umgebung, die mit ihren Fahrzeugen persönlich vorbeikommen, um sie mit unseren Ordnungssystemen ausstatten zu lassen. Und weil die schwäbischen Kunden so zufrieden sind, stehen bald auch andere Bundesländer vor den Toren: ALUCA wird immer größer!

Der erste Vorführwagen: Jetzt können wir den Kunden schon vorher zeigen, wie ordentlich ihr eigenes Fahrzeug hinterher aussieht. Mittlerweile haben wir eine kleine Flotte verschiedenster Vorführwagen.

2010: Umzug in Rekordzeit

Zur alten Flaschnerei gesellt sich 2000 eine neue Produktionshalle. Doch die ist vier Jahre später wegen der übervollen Auftragsbücher schon wieder zu klein und wird vergrößert. 2010 geht unseren mittlerweile rund 80 Mitarbeitern endgültig der Platz aus, wir ziehen nach Rosengarten um. Und weil ALUCA nicht nur Ordnung in Fahrzeuge bringt, sondern auch selber extrem ordentlich plant, klappt der Umzug der kompletten Firma in Rekordzeit. Der Teamleiter Fahrzeugausbau, Hans-Martin Börret, erinnert sich: »Wir haben am Donnerstag bis abends produziert, am Freitag alles eingepackt und sind übers Wochenende mit sämtlichen Maschinen, Arbeitsplätzen, Computern und den Lagerbeständen nach Rosengarten umgezogen. Am Montag lief die Produktion wieder an, am selben Abend haben wir die ersten Einrichtungen ausgeliefert.«

Die weiße Flotte: Mal eben 200 Fahrzeuge eines Energieanbieters in Rekordzeit ausstatten? Kein Problem

Solche Herausforderungen sind harte Arbeit, schweißen ein Team aber auch zusammen. Weil alle so gut eingespielt sind, lassen sich auch Großaufträge gut stemmen. Zum Beispiel 2017, als Johannes Bischoff und sein Team mal eben 200 Fahrzeuge eines Energiekonzerns umrüsten: »Wir hatten nur sechs Wochen Zeit, um die komplette Flotte auszurüsten. Überall standen die Fahrzeuge, wir haben extra weitere Hallen angemietet – und es hat pünktlich geklappt.«

Prachtstück: ALUCA Braunschweig hat in monatelanger Arbeit diesen IRIS-Bus IVECO Crossway zur mobilen Einsatzleitung umfunktioniert – mit Lagezentrum, Funkraum und autarker Stromversorgung.

2015: Schwäbisch-Niederländische Allianz

Seit 2015 gehören wir zum niederländischen Konzern PON, der weltweit in 32 Ländern Spezialfahrzeuge produziert, vom ultraleichten Hightech-Fahrrad bis hin zu schweren Baufahrzeugen mit mannshohen Reifen. Seitdem leitet Geschäftsführer Wouter Engelbertink unser Unternehmen, das heute rund 120 Mitarbeiter an vier Standorten beschäftigt – denn neben Rosengarten hat ALUCA auch Niederlassungen in Braunschweig, Siegen und Berlin.

Führungswechsel 2015: Der niederländische Konzern PON kauft ALUCA, seitdem lenkt Wouter Engelbertink das Unternehmen.

In den letzten 25 Jahren hat sich das Tagesgeschäft natürlich stark verändert, sagt Hans-Martin Börret: »Früher wurde einfach produziert, was der Meister gesagt hat. Heute arbeiten wir mit PPS-Systemen, mit denen wir die Produktion planen und steuern. Und die bisherigen Konstruktionspläne auf Papier weichen immer mehr den 3D-Modellen im Montage-Viewer, die wir frei drehen und heranzoomen können.«

Traumwagen für Ordnungsliebhaber: ALUCA-Systeme nutzen jeden Kubikzentimeter Laderaum – so ist alles jederzeit griffbereit.

Unser Chef Wouter Engelbertink ist von der Produktqualität sowie den Fähigkeiten und dem Know-How unseres Teams überzeugt: »Seit dem 1. Juli 2016 geben wir acht Jahre Garantie ab Werk auf unsere Produkte. Diese lange Laufzeit ist in der Branche einmalig!«

Hans-Martin Börret ist nicht nur Teamleiter Fahrzeugausbau, sondern auch Ausbilder. Am liebsten sind ihm Azubis aus der Landwirtschaft: »Die können anpacken und haben Ahnung von Technik!«

 

 

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Kategorien: Geschichte